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Sommersemester 2016


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SEMINAR

Zeit in Bewegung

Absolute und relative Zeit. Medien der Relativitätstheorie

Di, 26.4. 16.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Christina Vagt, Humboldt-Universität zu Berlin

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


KOLLOQUIUM »PETERSEN«

Doktoranden- und Forschungskolloquium

Fr, 29.4. 11.30 – 14.30 Uhr

Dr. Tobias Conradi/Denis Newiak

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und PostdoktorandInnen die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

LEITUNG
Prof. Dr. Christer Petersen, BTU Cottbus
KOORDINATION
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


Unterscheiden – (Ab-)Grenzen – Entscheiden. Theorie und Analyse medialer Entscheidungsfindung

Dr. Tobias Conradi

In der Frage nach der Entscheidung entspannt sich aus medienwissenschaftlicher Perspektive ein interessantes Feld: Es geht um Unterscheidungen, die nicht nur die Semiotik als grundlegendes Element der Bedeutungserzeugung betrachtet. Es geht um Grenzziehungen, die immer insofern paradox sind, als dass sie nicht nur trennen, sondern zugleich verbinden und somit auf eine Schwelle verweisen, die den Bezug zu etwas Mittlerem, einem Medium, herstellt. Und es geht schließlich um das Entscheiden selbst, als den Vollzug einer Handlung, die häufig mit Hilfe medialer Verfahren vorbereitet, unterstützt oder sogar originär hervorgebracht wird. Hinsichtlich medialer Verfahren nimmt das Entscheiden eine widersprüchliche Stellung zwischen einmaligem Ereignis und formalisierter Praxis ein. In dem Vortrag wird die Frage diskutiert, inwiefern diese Widersprüchlichkeit Anknüpfungspunkte für eine gouvernementale Betrachtung medialer Praxen des Entscheidens bietet.

Kinematographien der Vergemeinschaftung im Zeitalter der Einsamkeit: Filmtheoretische Zugänge zur Gemeinschaft

Denis Newiak

Seit Beginn der Filmgeschichte, zeitgleich zu Nietzsches Ausruf einer zweihundertjährigen Epoche der ‚nihilistischen Einsamkeit‘, dominieren im Kino – unabhängig von Genre, Stil oder Popularität – inszenatorische und narrative Vermittlungen zwischen Ent- und Vergemeinschaftung der Figuren. Zuletzt hat sich die Frage nach der Gemeinschaft zu einer Art Leitmotiv der Filmtheorie entwickelt und verweist dabei auf die komplexe Interdependenz zwischen filmischer und nicht-filmischer Erfahrung. Lassen sich diese filmwissenschaftlichen Konzepte diskursanalytisch systematisieren und damit Aussagen über die filmischen Darstellungen und Erzählungen zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft treffen? Was verrät uns eine solche Filmtheorie über die Beschaffenheit der filmhervorbringenden ‚sozialen Realität‘ unserer Gegenwart?

Personen

Dr. Tobias Conradi ist Postdoktorand am ZeM Brandenburg. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt ›Kulturtechnik Unternehmensplanspiel‹ an der HBK Braunschweig sowie am DFG-Graduiertenkolleg ›Automatismen‹ an der Universität Paderborn, wo er mit der Arbeit Breaking News. Automatismen in der Repräsentation von Krisen- und Katastrophenereignissen (Paderborn: Fink 2015) promoviert wurde. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die Diskurstheorie, Repräsentationspolitiken und der Zusammenhang von Kritik, Krise und Entscheidung.

Denis Newiak studierte Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam und Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin, Auslandsstudium an der Universität Kopenhagen (Film and Media Studies) und Studien in der Library of Congress in Washington. Promoviert an der BTU in Cottbus, Stipendium des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM). Weitere Forschungsinteressen (Auswahl): Politische Theorie, Medienkulturgeschichte, Geschichte und Ästhetik der Filmmusik, osteuropäischer Film.

Christer Petersen ist seit 2012 Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der Brandenburgischen Technischen Universität; war zuvor Juniorprofessor für Angewandte Medienwissenschaften an der BTU, Assistant Professor am Department of German and Slavic Studies der University of Manitoba, Lecturer am Department of Languages, Literatures and Film des University College Dublin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität Kiel; 2002 Promotion im Rahmen eines Stipendiums des Landes Schleswig-Holstein an der CAU Kiel; Forschung auf dem Gebiet der Medialisierungsprozesse in Technik, Politik und Kunst; Buchveröffentlichungen: Der postmoderne Text. Rekonstruktion einer zeitgenössischen Ästhetik (2003), Peter Greenaways Spielfilme (2009), Terror und Propaganda (2016), Begründer und Herausgeber der Reihen Zeichen des Krieges in Literatur, Film und den Medien (2004, 2006, 2008), Klassiker des osteuropäischen Films (2014ff.) sowie Herausgeberschaften, Aufsätze und Vorträge zu medien- und kulturwissenschaftlichen, filmphilologischen und literaturwissenschaftlichen Themen.


SEMINAR

Zeit in Bewegung

Medieninduzierte Irritationen von Präsenz. Instantane Archivierung von Gegenwart und Vergangenheit

Di, 10.5. 16.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Wolfgang Ernst, Humboldt-Universität zu Berlin

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


SEMINAR

Zeit in Bewegung

Zeit- und Affektionsbilder

Di, 17.5. 16.00 – 18.00 Uhr

Dr. Michaela Ott, Hochschule für bildende Künste Hamburg

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


WORKSHOP

DIGAREC-Workshop: Serious Games

Do, 19.5. 15.00 – 19.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Dr. Sebastian Möring, FH Potsdam / Universität Potsdam

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Als Kooperation des ZeM mit dem Potsdamer DIGAREC – Zentrum für Computerspielforschung/Digital Games Research Center werden in den DIGAREC-Workshops aktuelle Forschungen zu Fragen der Game Studies und des Spielens präsentiert und diskutiert. Den Anfang machen Arbeiten zum Themenfeld der gegenwärtig viel beachteten Serious Games. Im Fokus stehen dabei "We lost Katia" von Rosa Feigs (eine Analyse der ethischen Komplexität von Serious Games) sowie "Die Universität: Was für ein Spiel wird hier gespielt?" von Franziska Kracht (eine Untersuchung der Universität vor dem Hintergrund der kulturwissenschaftlichen und mathematischen Spieltheorie).

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Dr. Sebastian Möring, FH Potsdam/Universität Potsdam EMW


Personen
Dr. Sebastian Möring ist Dozent im Studiengang Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam. Davor forschte er als Post-Doc an der School of Creative Media an der City University in Hongkong zum Thema existenzieller Ludologie. Er promovierte an dem Center for Computer Games Research an der IT University Kopenhagen über den Metaphern-Diskurs in den Game Studies (“Games and Metaphor – A Critical Analysis of the Metaphor Discourse in Game Studies”, PhD Thesis, Copenhagen: IT University of Copenhagen 2013). In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Ästhetik, Bedeutung und Strukturen von Spielen, Spiel-Ontologie, Kunstspielen und Simulationsspielen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Medienphilosophie, Systemtheorie, Metapher-Theorie, existenzieller Philosophie, Wissenschaftsphilosophie und Phänomenologie.

Weitere Informationen http://sebastianmoering.com



GASTVORTRAG

Das Militante Bild

Do, 26.5. 14.30 – 16.30 Uhr

Sandra Schäfer, HfbK Hamburg

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Das Militante Bild ist ein kontrovers diskutierter Begriff. Ich möchte ihn zunächst in seinem historischen Kontext der Befreiungs- und Dekolonialisierungskämpfe des späten 20. Jahrhunderts diskutieren. Die beiden argentinischen Filmemacher und Autoren Getino und Solanas haben 1969 das Militante Kino als die radikalste Form des Dritten Kinos beschrieben. Letzteres umfasst verschiedene Kinoinitiativen, die im Zuge der Unabhängigkeitsbewegungen im Trikont entstanden sind. Das Militante Kino zeichnet sich laut Getino und Solanas durch seine Unabgeschlossenheit aus, denn der Film zielt auf die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Die BetrachterInnen werden zu (militanten) AkteurInnen. Aber was ist das Militante Bild heute im Neoliberalismus? Die Beteiligung an der Ökonomie von Intensitäten garantiert dem Militanten Bild noch keine Wirkung, es braucht eine Anbindung an das Potential und die Affekte einer Gemeinschaft, eines konkreten Kontextes. Wenn diese Anbindung an konkrete Gemeinschaften bzw. Kontexte nicht planbar ist, stellt dann vielleicht die Nicht-Kalkulierbarkeit des Effekts genau eines der Kriterien des Militanten Bildes dar? Und unterscheidet es sich genau an dieser Stelle auch von Propaganda? Ich werde anhand verschiedener Beispiele diesen Fragen nachgehen, um den Begriff des Militanten Bildes heute enger zu fassen.

Koordination
Prof. Anne Quirynen, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam


Personen

Sandra Schäfer beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit den Herstellungsprozessen von städtischen und transregionalen Räumen, Geschichte und Bildpolitiken. Häufig entstehen ihre Arbeiten auf Grund von Recherchen, in denen sie sich mit Prozessen des Auffaltens und Re-Readings von Dokumenten, Bildern und räumlichen Narrativen beschäftigt. Derzeit arbeitet sie an der HfbK Hamburg an einem künstlerischen PhD zu militanten Bildpolitiken. Ihre Arbeiten wurden unter anderem auf der Berlinale im Bereich Forum Expanded, DEPO (Istanbul), im La Virreina (Barcelona), in der National Gallery of Art (Vilnius), in der Camera Austria (Graz), im Haus der Kulturen der Welt (Berlin), bei der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (Berlin) und am Zentrum für Kunst und Medientechnologien (ZKM-Karlsruhe) gezeigt. Sie ist Mitglied des feministischen Filmverleihs Cinenova in London.


Anne Quirynen ist Professorin für Mediengestaltung und Bewegtbild an der FH Potsdam und als freischaffende Künstlerin in Berlin tätig. Seit 1993 ist sie unabhängige Videokünstlerin und arbeitete u.a. bereits mit William Forsythe, Enno Poppe, Antonia Baehr, Marcel Beyer, Wim Vandekeybus, Julia Eckhardt und An Kaler. 1994 war sie Mitbegründerin der De Filmfabriek, einer unabhängigen Produktionsfirma für digitale Künste. In diesem Umfeld entstanden gemeinsame Arbeiten mit An-Marie Lambrechts und Peter Missotten. Quirynen lehrte im Bereich Film, Video und Neue Medien an der School of the Art Institute of Chicago. Ihre Filme und Videoinstallationen wurden auf internationalen Festivals wie dem Rotterdam Filmfestival, dem International Festival of New Film in Split, dem World Wide Video Festival in Den Haag und dem Art und Video in Europe Festival in Kopenhagen gezeigt. Ihre Arbeiten wurden im Hamburger Bahnhof in Berlin, dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, dem Centre Pompidou in Paris, dem MoMa in New York, dem Stedelijk Museum in Amsterdam und dem Nippon Cultural Centre in Tokio ausgestellt.

Mehr Informationen unter Anne Quirynen


SEMINAR

Zeit in Bewegung

I Just Take Your Time

Do, 26.5. 17.00 – 19.00 Uhr

Matthias Müller

ORT
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1A
14467 Potsdam


Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

In diesem Rahmen zeigt Matthias Müller im Kino des Filmmuseums eine thematische Auswahl seiner eigenen und der gemeinsam mit Christoph Giradet entstandenen Kurzfilme.

mehr Informationen unterFilmmuseum Potsdam


KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


SEMINAR

Zeit in Bewegung

Zum Raum wird hier die Zeit. Das Zeiss-Planetarium als Medieninstallation und künstliche Umwelt

Di, 31.5. 16.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Hans-Christian von Hermann, Technische Universität Berlin

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


SEMINAR

Audiovisual Film-Studies – Produktion eines Video-Essays, Block 1

3. – 5.6.

Michael Baute, David Vogel

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Wochenend-Blockseminar
Termine 3.6.–5.6. und 17.6.–19.6.2016
Freitags 15-20 Uhr, Samstags und Sonntags 10-18 Uhr


Teilnahmevorausetzung
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Laptop mit Videoschnitt-Software
sowie Grundkenntnisse im digitalen Videoschnitt.


Anmeldungmail@zem-brandenburg.de
Max. 15 TeilnehmerInnen!


Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


In dem Blockseminar werden auf Basis eines kursorischen Überblicks über die Geschichte filmvermittelnder Filme und Video-Essays – in denen Filme auf eine Art und Weise betrachtet werden, die deutlich über die Grenzen traditioneller Textanalyse hinausgeht – theoretische Erkenntnisse mit praktischer Montage-Arbeit zusammengeführt. Ziel ist die Herstellung kurzer, skizzenhafter analytischer Kommentarfilme über einen noch zu bestimmenden Film, der zu Beginn des Seminars gemeinsam geschaut werden wird.

In den zu produzierenden Video-Essays werden mittels Voice-Over sowie Montage der Bilder und Töne aus dem (noch zu bestimmenden) Film individuell gewählte Aspekte fokussiert. Es werden also keine »eigenen« Bilder gefilmt, sondern ausschließlich Bilder aus dem vorliegenden Film verwendet! Dabei sollen sich persönliche Auseinandersetzungen sowie die Reflexion über formale Fragen und damit korrespondierende Erzählhaltungen artikulieren. Theorie wird überführt in Praxis, Filminterpretation wird selbst Film.
Die im Seminar entstehenden Video-Essays werden in Gruppenarbeit produziert (mit jeweils mindestens zwei, maximal drei TeilnehmerInnen).

Basale Filmanalyse- und Digitalschnitt-Kenntnisse sowie Bereitschaft zur Gruppenarbeit werden vorausgesetzt. Eine Einführung sowie Anleitung der technischen Aspekte der Digitalschnitt-Arbeit kann in dem Seminar nicht geleistet werden. [Es wird jedoch am zweiten Tag ein kurzes Tutorium zur Auffrischung der Kenntnisse sowie Beantwortung technischer Fragen geben.]

Seminarplan

Das Seminar findet zu großen Teilen in vom Dozenten angeleiteter Gruppenarbeit statt.
Am ersten Tag im ersten Block wird ein kursorischer Überblick über basale Formen filmvermittelnder Filme und Video-essayistischer Arbeiten gegeben (anhand von Ausschnitten aus Filmen von bspw. Harun Farocki, Alain Bergala, Tag Gallagher, Kevin Lee sowie von Video-Essays, die in vorhergehenden Seminaren des Dozenten produziert wurden). Daraufhin wird der (noch zu bestimmende) Referenzfilm gemeinsam geschaut und im Plenum ausführlich besprochen. Die sich dabei abzeichnenden individuellen Interessen der Studenten führen zum Formulieren möglicher Themen einzelner Video-Essays.

Diese Video-Essays werden dann im ersten sowie fortgesetzt im zweiten Block des Seminars in Gruppen von minimal zwei, maximal drei Teilnehmern an Schnittplätzen bearbeitet. Der Dozent betreut währenddessen die Gruppen bei der Konzeption und Realisierung ihrer Arbeiten. Feedback erhalten die Studierenden dabei nicht nur vom Dozenten sondern auch durch die regelmäßige Diskussion von Zwischenergebnissen im Plenum.

Nach Ende des Blockseminars haben die Studenten noch mehrere Wochen Zeit, Feinschnittarbeiten an ihren Filmen vorzunehmen und mit dem Dozenten via elektronischer Kommunikation zu diskutieren. Die fertigen Video-Essays können (falls erwünscht und die Möglichkeit besteht) gegen Ende der Vorlesungszeit in einer Veranstaltung einem interessierten Publikum vorgeführt und diskutiert werden.

Personen

Michael Baute lebt und arbeitet als Autor, Dozent, Filmkritiker und Medienarbeiter in Berlin. Zu den von ihm verantworteten Projekten gehören u.a. http://newfilmkritik.de und http://kunst-der-vermittlung.de/


WORKSHOP

Politiken des Interface

Fr, 10.6. 10.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Um Anmeldung wird gebeten

mail@zem-brandenburg.de


Computer-Interfaces, insbesondere als (graphische) Gebrauchsschnittstellen sind seit ihrer Kommerzialisierung in den 1980er-Jahren aus dem alltäglichen Mediengebrauch nicht mehr wegzudenken. Sie werfen im Zuge ihrer Veralltäglichung zunehmend Fragen nach ihrer Transparenz bzw. Opazität und Prozessualität auf. Während einerseits ‚benutzerfreundliche’ Intuitivität im Interface-Design angestrebt wird, bleiben etliche Operationsweisen von Computern, – wie z.B. Prozesse des ‚Trackings’ und Formen des Datenaustauschs – für den/die
NutzerInnen weitestgehend im Verborgenen. Die Frage nach dem Interface als ermöglichender medialer Struktur ist längst zur Frage nach den Begrenzungen geworden, die Interfaces ihren NutzerInnen sichtbar oder unsichtbar setzen und welche das Umgehen mit Computern in vielfacher Hinsicht vorstrukturieren. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass in der aktuellen Debatte um Interfaces ein starkes Plädoyer für eine kritische Perspektive formuliert wird. Fragen des Interface sind nicht nur Fragen des Technikgebrauchs und der Technikgeschichte oder Fragen der Ästhetik, sondern ebenso Fragen nach der damit verknüpften Kultur, die auch als politische Fragen zu verhandeln sind. Der erste Workshop der neu gegründeten AG Interfaces der Gesellschaft für Medienwissenschaft stellt sich diesen Fragen. Mit Impulsvorträgen und dem Schwerpunkt auf Diskussionen soll dabei der Charakter eines offenen Austauschs gewahrt werden.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam


SEMINAR

Zeit in Bewegung

Timing Decay

Di, 14.6. 16.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Petra Löffler, Humboldt-Universität zu Berlin

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


SEMINAR

Audiovisual Film-Studies – Produktion eines Video-Essays, Block 2

17. – 19.6.

Michael Baute, David Vogel

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Wochenend-Blockseminar
Termine 03.6.–05.6. und 17.6.–19.6.2016
Freitags 15-20 Uhr, Samstags und Sonntags 10-18 Uhr


Teilnahmevorausetzung
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Laptop mit Videoschnitt-Software
sowie Grundkenntnisse im digitalen Videoschnitt.


Anmeldungmail@zem-brandenburg.de
Max. 15 TeilnehmerInnen!


Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


In dem Blockseminar werden auf Basis eines kursorischen Überblicks über die Geschichte filmvermittelnder Filme und Video-Essays – in denen Filme auf eine Art und Weise betrachtet werden, die deutlich über die Grenzen traditioneller Textanalyse hinausgeht – theoretische Erkenntnisse mit praktischer Montage-Arbeit zusammengeführt. Ziel ist die Herstellung kurzer, skizzenhafter analytischer Kommentarfilme über einen noch zu bestimmenden Film, der zu Beginn des Seminars gemeinsam geschaut werden wird.

In den zu produzierenden Video-Essays werden mittels Voice-Over sowie Montage der Bilder und Töne aus dem (noch zu bestimmenden) Film individuell gewählte Aspekte fokussiert. Es werden also keine »eigenen« Bilder gefilmt, sondern ausschließlich Bilder aus dem vorliegenden Film verwendet! Dabei sollen sich persönliche Auseinandersetzungen sowie die Reflexion über formale Fragen und damit korrespondierende Erzählhaltungen artikulieren. Theorie wird überführt in Praxis, Filminterpretation wird selbst Film.
Die im Seminar entstehenden Video-Essays werden in Gruppenarbeit produziert (mit jeweils mindestens zwei, maximal drei TeilnehmerInnen).

Basale Filmanalyse- und Digitalschnitt-Kenntnisse sowie Bereitschaft zur Gruppenarbeit werden vorausgesetzt. Eine Einführung sowie Anleitung der technischen Aspekte der Digitalschnitt-Arbeit kann in dem Seminar nicht geleistet werden. [Es wird jedoch am zweiten Tag ein kurzes Tutorium zur Auffrischung der Kenntnisse sowie Beantwortung technischer Fragen geben.]

Seminarplan

Das Seminar findet zu großen Teilen in vom Dozenten angeleiteter Gruppenarbeit statt.
Am ersten Tag im ersten Block wird ein kursorischer Überblick über basale Formen filmvermittelnder Filme und Video-essayistischer Arbeiten gegeben (anhand von Ausschnitten aus Filmen von bspw. Harun Farocki, Alain Bergala, Tag Gallagher, Kevin Lee sowie von Video-Essays, die in vorhergehenden Seminaren des Dozenten produziert wurden). Daraufhin wird der (noch zu bestimmende) Referenzfilm gemeinsam geschaut und im Plenum ausführlich besprochen. Die sich dabei abzeichnenden individuellen Interessen der Studenten führen zum Formulieren möglicher Themen einzelner Video-Essays.

Diese Video-Essays werden dann im ersten sowie fortgesetzt im zweiten Block des Seminars in Gruppen von minimal zwei, maximal drei Teilnehmern an Schnittplätzen bearbeitet. Der Dozent betreut währenddessen die Gruppen bei der Konzeption und Realisierung ihrer Arbeiten. Feedback erhalten die Studierenden dabei nicht nur vom Dozenten sondern auch durch die regelmäßige Diskussion von Zwischenergebnissen im Plenum.

Nach Ende des Blockseminars haben die Studenten noch mehrere Wochen Zeit, Feinschnittarbeiten an ihren Filmen vorzunehmen und mit dem Dozenten via elektronischer Kommunikation zu diskutieren. Die fertigen Video-Essays können (falls erwünscht und die Möglichkeit besteht) gegen Ende der Vorlesungszeit in einer Veranstaltung einem interessierten Publikum vorgeführt und diskutiert werden.

Person

Michael Baute lebt und arbeitet als Autor, Dozent, Filmkritiker und Medienarbeiter in Berlin. Zu den von ihm verantworteten Projekten gehören u.a. http://newfilmkritik.de und http://kunst-der-vermittlung.de/


KOLLOQUIUM »PETERSEN«

Doktoranden- und Forschungskolloquium

Fr, 17.6. 11.30 – 14.30 Uhr

Dr. Anke Steinborn/Dr. Peter Klimczak

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und PostdoktorandInnen die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

LEITUNG
Prof. Dr. Christer Petersen, BTU Cottbus
KOORDINATION
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


Das Narrativ der transtextuellen Entblößung

Dr. Anke Steinborn

Ausgehend vom ‚verhüllenden’ Gewebe des bürgerlichen Herrenanzugs zum einen und des Kleinen Schwarzen zum anderen, wird anhand der Filme Naked Lunch (David Cronenberg, 1991) und Fräulein Else (Anna Martinetz, 2013) dem Motiv der Entblößung nachgespürt. Eine Entblößung, die – so die These – über das bloße Entkleiden hinausgeht und vor allem als ästhetisches Prinzip eines spezifischen Erzählens fungiert.

Formalisierung in den Medien- und Kulturwissenschaften

Dr. Peter Klimczak

Darf, soll, muss man in den Medien- und Kulturwissenschaften formalisieren? Nicht-formalisiertes Denken, Denken in der natürlichen Sprache ist etwas wunderbar Produktives – zu was ist also eine Formalisierung gut? Nun, zum einen handelt es sich bei einer formalen Sprache um eine exakte (minimal polyseme), dafür aber beschränkte, Sprache. Richtig angewandt, sprich kritisch, reflexiv und kreativ, kann genau das zu höchst interessanten Erkenntnissen führen. Zum anderen können formale Sprachen von Rechenmaschinen verarbeitet werden. Entsprechend ist es möglich, in den Medien- und Kulturwissenschaften fruchtbare Theorien ebenso wie die hermeneutische Kompetenz der Medien- und Kulturwissenschaftler für maschinelle Verarbeitung nutzbar zu machen.

Personen

Anke Steinborn, Dr. phil., Dipl. Des., akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Angewandte Medienwissenschaften der BTU Cottbus-Senftenberg. Studium der Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte an der Humboldt Universität und Freien Universität in Berlin sowie am Goldsmiths, University of London. Promotion 2013: Der neo-aktionistische Aufbruch. Zur Ästhetik des American Way of Life (Berlin, 2014). Aktuelle Forschung: Transtextual Storytelling.

Dr. Peter Klimczak ist seit 2012 Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Angewandte Medienwissenschaften der Brandenburgischen Technischen Universität; von 2008 bis 2012 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philosophischen Fakultät der Universität Passau und Lehrbeauftragter an der Hochschule der Medien Stuttgart; 2013 promovierte er zum Dr. phil. an der Brandenburgischen Technischen Universität (in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen). Die Dissertation wurde mit dem VBKI-Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Christer Petersen ist seit 2012 Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der Brandenburgischen Technischen Universität; war zuvor Juniorprofessor für Angewandte Medienwissenschaften an der BTU, Assistant Professor am Department of German and Slavic Studies der University of Manitoba, Lecturer am Department of Languages, Literatures and Film des University College Dublin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität Kiel; 2002 Promotion im Rahmen eines Stipendiums des Landes Schleswig-Holstein an der CAU Kiel; Forschung auf dem Gebiet der Medialisierungsprozesse in Technik, Politik und Kunst; Buchveröffentlichungen: Der postmoderne Text. Rekonstruktion einer zeitgenössischen Ästhetik (2003), Peter Greenaways Spielfilme (2009), Terror und Propaganda (2016), Begründer und Herausgeber der Reihen Zeichen des Krieges in Literatur, Film und den Medien (2004, 2006, 2008), Klassiker des osteuropäischen Films (2014ff.) sowie Herausgeberschaften, Aufsätze und Vorträge zu medien- und kulturwissenschaftlichen, filmphilologischen und literaturwissenschaftlichen Themen.


SEMINAR

Zeit in Bewegung

Black Holes

Di, 21.6. 17.00 – 19.00 Uhr

Martin Arnold

ORT
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1A
14467 Potsdam


Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

Das heutige Film Screening zeigt Arbeiten des Filmemachers Martin Arnold.

Filmprogramm

Pièce touchée (16mm, b/w, 16 min, 1989)
Passage à lácte (16mm, b/w, 12 min, 1993)
Deanimated (format variable, b/ w, 60 min loop, 2002 (excerpt: 12 min))
Shadow cuts (format variable, color, 4:20 loop, 2010)
Soft palate (format variable, color, 3:10 loop, 2010)
Self control (format variable, color, 2:00 loop, 2011)
Haunted house (format variable, color, 3:00 loop, 2011)
Whistle stop (format variable, color, 3:20 loop, 2011)
Black holes (format variable, color, 5:20 loop, 2011)

mehr Informationen über Martin Arnold

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


GASTVORTRAG

Living Computers, Mars Simulations and DIY Starships: Advancing Cross-disciplinary and Cross-species Collaboration

Do, 23.6. 18.00 – 20.00 Uhr

Dr. Angelo Vermeulen, Delft University of Technology

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Angelo Vermeulen will present a series of art and science projects in which global communities are actively engaged in prototyping the future. This includes the installation art projects Biomodd and Seeker, and the NASA-funded HI-SEAS Mars simulation program. He will focus on co-creation, bottom-up design, and the ethics of evolvability. The guiding question here is: how can we reinvent space exploration in a more open and participatory way? Today we’ll learn more about starship design that experiments with technological, ecological and social systems to radically rethink the future of human habitation and survival.

KOORDINATION
Prof. Anne Quirynen, FH Potsdam


Person

Angelo Vermeulen is a space systems researcher, biologist, community artist, and TED Senior Fellow. In 2009 he initiated SEAD (Space Ecologies Art and Design), an international network of individuals working in art, science, engineering and advocacy. Its goal is to reshape the future through critical reflection and hands-on experimentation. Biomodd and Seeker are the two most well-known SEAD projects. In 2013 he was crew commander of the NASA funded HI-SEAS Mars simulation in Hawaii. Currently he is in the final stage of his PHD studies at TU Delft creating new concepts for starship development. Mehr Informationen unter Angelo Vermeulen


SEMINAR

Zeit in Bewegung

Zeitlichkeit und Endlichkeit. BildBewegungen

Di, 28.6. 16.00 – 18.00 Uhr

Pirkko Rathgeber, Universität Basel

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Die Reihe "Zeit in Bewegung" im Sommersemester 2016 bildet im Wechselspiel von Lectures und Film Screenings den Auftakt für langfristig angelegte medientheoretische und medienästhetische Explorationen affektiver/intensiver Medienmilieus.

KOORDINATION
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam


GASTVORTRAG

Strukturwandel ästhetischer Erfahrung. Zur Bedeutung der KZ-Filme für die Bildpolitik des frühen deutschen Nachkriegskinos

Do, 30.6. 16.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Bernhard Groß, FU Berlin

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Am Beispiel von Atrocity Pictures, Kompilationen der Befreiung der Konzentrationslager, erörtert der Vortrag, wie deren Struktur in Dokumentar- und Spielfilmen der unmittelbaren Nachkriegszeit aufgenommen und verändert wurde. Zentral war dabei die Art und Weise, wie die Filme das Publikum adressierten. Daran lässt sich eine Politik des Ästhetischen erkennen, die für das frühe deutsche Nachkriegskino insgesamt eine sinnlich erfahrbare Form von demokratischer Auseinandersetzung produzierte. Mit diesem Beispiel stellt Bernhard Groß Grundthesen seines Buches Die Filme sind unter uns. Zur Geschichtlichkeit des frühen deutschen Nachkriegskinos vor, das er 2015 zu Fragen des Verhältnisses von Film, Geschichte, ästhetischer Erfahrung und Politik vorgelegt hat.

KOORDINATION
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam


Person

Bernhard Groß
seit 2015 Professur für Filmwissenschaft, FU Berlin; zuvor Professuren und Dozenturen an der HBK Braunschweig, Ruhr-Uni Bochum, in Österreich, Italien, Norwegen. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte: Historizität von Film, Fernsehen und Medien, Theorien der Serialität und Alltäglichkeit, Ästhetische Theorie des Intermedialen, italienisches und deutsches Kino.



GASTVORTRAG

Lebendiges Filmerbe

On the Necessity of Film Canons

Mi, 6.7. 17.00 – 19.00 Uhr

Jonathan Rosenbaum

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


An examination of why film canons and lists of films are important today in the development and dissemination of film culture.

KOORDINATION
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Person

Jonathan Rosenbaum maintains a web site archiving most of his published work at JONATHAN ROSENBAUM. He was the principal film critic at the Chicago Reader from 1987 to 2008. Since the founding of Béla Tarr’s film.factory in Sarajevo in 2013, he has taught there in four separate two-week sessions. His most recent book is Goodbye Cinema, Hello Cinephilia: Film Culture in Transition (University of Chicago Press, 2010).

The guest lecture is followed by a screening of Sans toit ni loi (Dir. Agnès Varda, 1985, French w. English subtitles) at the Filmmuseum Potsdam (Breite Str. 1a / Marstall, 14467 Potsdam), introduced by Jonathan Rosenbaum.


KOLLOQUIUM »PETERSEN«

Doktoranden- und Forschungskolloquium

Fr, 8.7. 11.30 – 14.30 Uhr

Isa Willinger/Tatiana Astafeva

ORT
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und PostdoktorandInnen die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

LEITUNG
Prof. Dr. Christer Petersen, BTU Cottbus
KOORDINATION
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


Zwischen Aufklärung und Affizierung – eine andere Geschichte des Dokumentarfilms


Isa Willinger

Dokumentarfilme werden gemeinhin mit rationaler Aufklärung assoziiert. Dabei wirken Dokumentarfilme, wie alle Varianten des Mediums Film, bei den Zuschauern auch affektiv. Als traditionell gesellschaftskritisches Genre intendiert der Dokumentarfilm oftmals, die Zuschauer betroffen zu machen und dadurch zum Handeln zu bewegen. Ziel des Promotionsprojekts ist es, eine Poetologie der Affekte im Dokumentarfilm zu entwerfen, die einige wichtige Dokumentarfilmströmungen vom Beginn des Films bis heute herausgreift und sie auf ihre Affizierungstechniken hin untersucht. Innerhalb des emotionalen Wirkungsspektrums von Dokumentarfilm interessieren mich dabei besonders die weniger objektgerichteten, diffuseren Affekte Verstörung, Verwunderung und Staunen – Affekte, die den in stärkerem Maße wertenden Emotionen, wie Wut oder Freude, vorgelagert sind. Diese Affekte sind es, die ich für entscheidend halte, wenn es darum geht, ein Erschüttern unserer gewohnten Muster zu denken, zu bewerten und zu fühlen, herbeizuführen.

The Uses of Ostalgie in the German Cinema of the 1990s-2000s


Tatiana Astafeva

From the beginning of the 1990s the German cinema has been playing an important role in the making of the Post-Wall culture and building a symbolic community of the ‘new Germany’. The German Ostalgie cinema of the 1990-2000s highlights a wide range of incipient problematic issues and reveals an important transformation in the framework of Erinnerungskultur. Although nostalgia cinema is frequently criticized by scholars, because nostalgia itself is commonly understood as a regressive phenomenon and/or overall quality of contemporary media, the cultural potential of the German Ostalgie films allows to see nostalgia, and in particular – Ostalgie, as a multifaceted, versatile concept, and to emphasize the ability of the German Post-Wall cinema to produce the positive specificity of nostalgic experience.

Personen

Isa Willinger studierte Slawistik und Nordamerikastudien in Berlin, Prag und New York. Nach ihrem Magisterabschluss studierte sie außerdem Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Isa Willinger arbeitet als Gastdozentin für die HFF München, als Filmpädagogin für das DOK.fest und als freiberufliche Regisseurin. Ihre Filme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. 2013 erschien ihre Monografie über das Werk der russisch-ukrainischen Regisseurin Kira Muratova.

Tatiana Astafeva: Studium der Philosophie (Abschluss: B.A.) und Geschichtswissenschaft (Abschluss: M.A.) an der National Research University Higher School of Economics (HSE) Moskau. Tätigkeit als Übersetzerin für philosophische Zeitschriften. 2013-2014 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Geschichtswissenschaft der HSE. Seit 2016 Promotionsstudentin an der Filmuniversität Babelsberg. Forschungsschwerpunkte: Film und Zeitgeschichte, Ostalgie, Filmästhetik, Ideengeschichte.

Christer Petersen ist seit 2012 Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der Brandenburgischen Technischen Universität; war zuvor Juniorprofessor für Angewandte Medienwissenschaften an der BTU, Assistant Professor am Department of German and Slavic Studies der University of Manitoba, Lecturer am Department of Languages, Literatures and Film des University College Dublin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität Kiel; 2002 Promotion im Rahmen eines Stipendiums des Landes Schleswig-Holstein an der CAU Kiel; Forschung auf dem Gebiet der Medialisierungsprozesse in Technik, Politik und Kunst; Buchveröffentlichungen: Der postmoderne Text. Rekonstruktion einer zeitgenössischen Ästhetik (2003), Peter Greenaways Spielfilme (2009), Terror und Propaganda (2016), Begründer und Herausgeber der Reihen Zeichen des Krieges in Literatur, Film und den Medien (2004, 2006, 2008), Klassiker des osteuropäischen Films (2014ff.) sowie Herausgeberschaften, Aufsätze und Vorträge zu medien- und kulturwissenschaftlichen, filmphilologischen und literaturwissenschaftlichen Themen.


KONFERENZ

The NECS 2016 Conference

26. – 30.7.

ORT
ZeM, Universität Potsam (Campus Griebnitzsee), Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Filmmuseum Potsdam


ANMELDUNG
There is no conference fee, but valid NECS membership and online registration are required in order to participate in the conference,
see http://necs.org/conference/


in/between: cultures of connectivity


Connecting people has always been one of the most important functions of media, but arguably, the pervasiveness of media since the digital revolution has increased the awareness of the fact that interrelatedness is the basis of culture, and that media therefore play a crucial role in the formation of human relations. Originally used in technological discourses to describe and advertise the potential of media devices to link up with other devices, connectivity has recently emerged in media studies as a new concept with a much broader meaning, i.e. the potential of media to link objects, agents, and processes. Such links exist and operate on various levels, from the material to the symbolic. From this perspective, mediation involves much more than what is traditionally defined as communication, and this in turn presents a challenge to media studies, both in theoretical as well as methodological terms.

The 2016 NECS conference aims to reflect on our current culture of connectivity from a variety of perspectives. In 2016 and with this conference, we will celebrate the 10th anniversary of the European Network for Cinema and Media Studies (NECS), in itself a success of the principle of connectivity between scholars. Thus it is in every way a timely undertaking to investigate how different forms and aspects of connectivity have influenced our work as scholars in Cinema and Media Studies.

About NECS (European Network for Cinema and Media Studies)

NECS is a non-profit organization bringing together scholars, archivists, programmers and practitioners. NECS's aims are to foster high-level and innovative research in film and media theory, history and practice, to provide a forum for communication, exchange and scholarly debate, to support young and early-career researchers, and to establish film and media studies as a dynamic and important part of the arts and humanities research in Europe. NECS has currently over 1300 members from all over the world.

Further information http://necs.org/


Accompanying Events


The 14th NECS Graduate Workshop

The format of the NECS Graduate Workshop was designed to give scholars at the beginning of their career a platform for networking with established European film and media scholars. The 14th NECS Graduate Workshop in Potsdam is dedicated to the topic “Return of the Living Dead Media: Media Cultures of Persistence, Resistance and Residue”.

NECS Pre-conference Workshop: European Media Studies

For the 10th anniversary conference of NECS, and following our successful workshop on "The Future of NECS" at the Lodz conference in 2015, this preconference workshop will report on the state of the art in media studies in individual European countries. In particular, it will deal with the question whether there is a common perspective that can be regarded as specifically “European”, and if so, how this relates to other parts of the world (such as the USA or developing countries).

HoMER Pre-conference and Panels

Bringing together cinema historians from all over the world, HoMER (History of Movie-Going, Exhibition and Reception) is an international network interested in understanding the phenomena of cinema and cinema-going from a multidisciplinary perspective. One of HoMER’s main purposes is to facilitate connections between acclaimed and aspiring researchers and the multitude of academic disciplines they represent.

Further information http://homernetwork.org/


The conference will be held in English.

KOORDINATION
Dr. Annemone Ligensa, ZeM