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Wintersemester 2014/15


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KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Kolloquium

Interfaces

Do, 6.11. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
mail@zem-brandenburg.de


Das Kolloquium widmet sich einem zentralen Begriff der aktuellen medienwissenschaftlichen Diskussion. Im technischen Sinne bezeichnen „Interfaces“ zunächst soft- wie hardwarebasierte Schnittstellen u.a. zwischen Computern und NutzerInnen. Seine jüngste Konjunktur erlebt der Begriff als heuristisches Konzept und theoretische Metapher allerdings auf einem radikal erweiterten Bezugsfeld. Steven Johnson etwa zielt mit seiner Rede von einer „Interface Culture“ auf die Beschreibung allgemeiner Wechselwirkungen von Technik in Kultur, Lev Manovich versteht „media interfaces“ als eine Art kultureller Software, die durch Schnittstellen und Verbindungsprozesse das Interagieren von Menschen mit Medien, Apparaten und anderen Menschen vermitteln. „Interfaces“ dienen als Leitfäden medienarchäologischer Suchbewegungen, als ästhetische Chiffren oder als Indikatoren für grundlegende Prinzipien medialer Prozesse überhaupt. Entlang wichtiger Neuerscheinungen u.a. von Alexander Galloway (The Interface Effect, 2012), Seunghoon Jeong (Cinematic Interfaces, 2013) und Lori Emerson (Reading Writing Interfaces, 2014) sollen Erkenntnismehrwert und Verwendungsmöglichkeiten des Begriffs mit Blick auf unterschiedliche Gegenstände medien- und kulturwissenschaftlicher Forschung thematisiert und reflektiert werden.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie (Vorbesprechung)

Do, 13.11. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 20.11. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


WORKSHOP

Backstage: Artist Talks on Different Modes of Artistic Film Production and the State of the Art of the Digital Moving Image

Di, 2.12. 17.00 – 20.00 Uhr

Anouk De Clercq, KASK, School of Arts University College Ghent, Brussels

+++ Vortrag fällt aus +++

Ort
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam



“Backstage” is a space for the presentation of artistic strategies and methods that remediate digital images within and across disciplines, sample them and rework their communicative functions. The filmmakers critically engage with the experience of reality and its reflection in technical visual media and create diverse experimental films that pose new questions in media aesthetics.

The first speaker in the series, which will be continued in 2015, is Anouk De Clercq (KASK, School of Arts University College Ghent, Brussels). Anouk De Clercq works in the fields of film, music and visual arts.

Coordination
Prof. Anne Quirynen, FH Potsdam


Persons

Anouk De Clercq studied piano in Ghent and film at the Sint Lukas Brussels University College of Art and Design. Her films explore the audiovisual potential of computer language to create possible worlds, many of which have a strongly architectonic character. Anouk De Clercq is affiliated to KASK, School of Arts University College Ghent as an artistic researcher. De Clercq’s work includes Tears of Melancholy (2013), which has recently been on display at KlaraFestival in Brussels. She has received several awards, including an award from the Future Imprint International Animation Competition, Taipei (2003), the International Backup Award New Media in Film, Weimar (2004) and the Illy Prize at Art Brussels (2005). Her works have been shown in Tate Modern, Whitechapel Art Gallery, Centre Pompidou, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Transmediale, Ars Electronica, Biennale de l’Image en Mouvement, among others.

Further information http://www.augusteorts.be/


Prof. Anne Quirynen works as a freelance artist in Berlin. Since 1993 she has been working as an independent video artist with William Forsythe, Enno Poppe, Antonia Baehr, Marcel Beyer, Wim Vandekeybus, Julia Eckhardt, An Kaler and others. In 1994 she co-founded De Filmfabriek, an independent production company for digital arts. In this context, collective works have been created together with An-Marie Lambrechts and Peter Missotten. Anne Quirynen has taught film, video and new media at the School of the Art Institute of Chicago and has recently been appointed Professor for European Media Studies at the University for Applied Sciences Potsdam and the University Potsdam. Her films and video installations were shown at international festivals, such as the Rotterdam Filmfestival, the International Festival of New Film in Split, World Wide Video Festival in Den Haag and Art & Video in Europe, Copenhagen, as well as in museums such as the Hamburger Bahnhof in Berlin, the Museum of Modern Art in Frankfurt a.M., Centre Pompidou in Paris, MoMA in New York, the Stedelijk Museum in Amsterdam, and the Nippon Cultural Centre in Tokyo.

Further information http://www.fh-potsdam.de/


GASTVORTRAG

Hollywood in Brandenburg: Perspektiven der Produktionsforschung

Fr, 5.12. 14.30 – 16.00 Uhr

Prof. Dr. Patrick Vonderau, Stockholm University

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


Seit den 1990er Jahren haben sich in den USA die production studies zu einem äußerst produktiven interdisziplinären Forschungsfeld entwickelt. Im Zentrum stehen Produktionskulturen, die empirisch erforscht werden.
Dabei kommen so unterschiedliche Zugangsweisen wie Interviews, partizipierende Beobachtung, shadowing (eine qualitative Methode der Feldforschung), die Analyse von Vertragsdokumenten und politischen Leitlinien oder Archivalien zum Tragen. Immer aber wird der direkte Kontakt mit Produktionspraktiken und ein induktiver Zugang zu diesen gesucht. Der insbesondere von John Thornton Caldwell (UCLA) strategisch besetzte Begriff der production culture unterstreicht dabei, dass Produktionsanalyse sich dezidiert nicht auf die Analyse von Repräsentation oder Rezeption bezieht.
Im Gegensatz zu Ansätzen, die vom Werk ausgehend die spezifischen Umstände herausarbeiten, die ihm seine Textgestalt gegeben haben, interessieren sich die production studies für das Hier und Jetzt der Produktionskultur selbst, die als im Werden begriffener „Text“ zum Objekt dichter analytischer Beschreibung wird. Am Gegenstand einer Fallstudie, die sich dem Prop-Making im Kontext US-amerikanischer Runaway-Produktionen im Studio Babelsberg widmet, und anhand weiterer Beispiele umreißt der Vortrag die Konturen dieses spannenden und sich kontinuierlich erweiternden Forschungsfeldes.

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität KONRAD WOLF


Personen

Dr. Patrick Vonderau ist Associate Professor für Filmwissenschaft am Institut für Medienwissenschaft der Universität Stockholm (Institutionen för mediestudier, Stockholms universitet). Seine Forschung widmet sich dem Zusammenhang von Medien und Industrien.
Gegenwärtig leitet er zwei drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte, die sich der Geschichte des Werbefilms sowie dem Streaming von Musik und Video widmen. In Aufsätzen und Büchern hat er sich darüber hinaus mit der Produktionsforschung, YouTube, mobilen Medien, dem Industriefilm und der Filmwerbung beschäftigt, sowie 2011-12 – in einer Kooperation mit Warner Bros. Digital Distribution und der University of California at Santa Barbara – mit der Zukunft digitaler Distributionsverfahren für Hollywood Premiuminhalte.
Zu seinen jüngsten Publikationen zählen (Hrsg. mit Petr Szczepanik) Behind the Screen. Inside European Production Cultures (Basingstoke, New York: Palgrave Macmillan 2013) und (Hrsg. mit Nico de Klerk und Bo Florin) The Moving Image in Advertising (New York: Palgrave/BFI 2015).


GASTVORTRAG

The Unstable Object

Mo, 8.12. 19.00 – 20.30 Uhr

Daniel Eisenberg, School of the Art Institute of Chicago

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A, 14467 Potsdam


Daniel Eisenberg’s films and videos challenge the conventions of non-fiction film representation and production. Over the last three decades, he has forged a unique body of films that have become internationally recognized for expanding the boundaries between traditions of the personal avant- garde film and historical documentary. Daniel Eisenberg presents The Unstable Object and talks about his work in progress.

Koordination
Prof. Anne Quirynen, FH Potsdam


Persons

Daniel Eisenberg teaches at the School of the Art Institute of Chicago. He has received fellowships from the John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship, the DAAD Berlin Künstlerprogramm, the National Endowment for the Arts, and the Creative Capital Foundation. Eisenberg is the recipient of a Berlin Prize of the American Academy in Berlin for 2014-
2015. His work has been shown internationally, including at the Museum of Modern Art and the Whitney Museum of American Art, New York; Musee National d’Art Moderne, Centre Georges Pompidou; Musee du Cinema, Brussels; Filmmuseum Munich; Goldsmiths College, University of London; University of Amsterdam; Bangkok Experimental Film Festival; Pacific Film Archive, Berkeley. His work is also found in collections, including the Centre Georges Pompidou, Freunde der deutschen Kinemathek, and the Netherlands Film Museum.


Prof. Anne Quirynen works as a freelance artist in Berlin. Since 1993 she has been working as an independent video artist with William Forsythe, Enno Poppe, Antonia Baehr, Marcel Beyer, Wim Vandekeybus, Julia Eckhardt, An Kaler and others. In 1994 she co-founded De Filmfabriek, an independent production company for digital arts. In this context, collective works have been created together with An-Marie Lambrechts and Peter Missotten. Anne Quirynen has taught film, video and new media at the School of the Art Institute of Chicago and has recently been appointed Professor for European Media Studies at the University for Applied Sciences Potsdam and the University Potsdam. Her films and video installations were shown at international festivals, such as the Rotterdam Filmfestival, the International Festival of New Film in Split, World Wide Video Festival in Den Haag and Art & Video in Europe, Copenhagen, as well as in museums such as the Hamburger Bahnhof in Berlin, the Museum of Modern Art in Frankfurt a.M., Centre Pompidou in Paris, MoMA in New York, the Stedelijk Museum in Amsterdam, and the Nippon Cultural Centre in Tokyo.

Further informationhttp://www.fh-potsdam.de


GASTVORTRAG

Städte gestalten – Ein Dialog zwischen medialen Welten und urbanen Räumen

Di, 9.12. 18.00 – 20.00 Uhr

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


In den Medien Film, Comic, Literatur und Computerspiel werden Objekte/Aktanten entworfen, die vermittelt durch Analyse, Kritik und Szenarioentwicklung der Entwicklung unserer Städte vorauslaufen. Gleichsam setzen diese imaginären Stadtentwürfe unsere Gegenwart als zukünftige Vergangenheit voraus. In dieser gedehnten Zeitlichkeit existieren also jene Objekte mit einer je verschiedenen Virulenz: mal als Entwürfe von Zukunft verstoßen, mal angenommen, mal als Vorbild für unsere Gegenwart retrospektiv erschlossen. Wir befragen AutorInnen, DesignerInnen und EntwicklerInnen im Dialog mit StadtplanerInnen und MedienwissenschaftlerInnen nach ihrer Erfahrung mit den verschiedenen Aktualisierungen zukünftiger Urbanität.

Koordination
M.A., Dipl.-Komm.-Wirt. Steffen Krämer, Brandenburgische Technische Universität Cottbus- Senftenberg
Dipl. Ing.Carolin Pätsch, Brandenburgische Technische Universität Cottbus- Senftenberg



Informationen zu ReferentInnen

Die Veranstaltung wird konzipiert und moderiert von einer interdisziplinären ForscherInnengruppe der BTU Cottbus- Senftenberg, bestehend aus ArchitektInnen, MedienwissenschaftlerInnen und StadtplanerInnen. Detaillierte Informationen zu den ReferentInnen sind ab Mitte November online einzusehen.


KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Interfaces

Do, 11.12. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
mail@zem-brandenburg.de


Das Kolloquium widmet sich einem zentralen Begriff der aktuellen medienwissenschaftlichen Diskussion. Im technischen Sinne bezeichnen „Interfaces“ zunächst soft- wie hardwarebasierte Schnittstellen u.a. zwischen Computern und NutzerInnen. Seine jüngste Konjunktur erlebt der Begriff als heuristisches Konzept und theoretische Metapher allerdings auf einem radikal erweiterten Bezugsfeld. Steven Johnson etwa zielt mit seiner Rede von einer „Interface Culture“ auf die Beschreibung allgemeiner Wechselwirkungen von Technik in Kultur, Lev Manovich versteht „media interfaces“ als eine Art kultureller Software, die durch Schnittstellen und Verbindungsprozesse das Interagieren von Menschen mit Medien, Apparaten und anderen Menschen vermitteln. „Interfaces“ dienen als Leitfäden medienarchäologischer Suchbewegungen, als ästhetische Chiffren oder als Indikatoren für grundlegende Prinzipien medialer Prozesse überhaupt. Entlang wichtiger Neuerscheinungen u.a. von Alexander Galloway (The Interface Effect, 2012), Seunghoon Jeong (Cinematic Interfaces, 2013) und Lori Emerson (Reading Writing Interfaces, 2014) sollen Erkenntnismehrwert und Verwendungsmöglichkeiten des Begriffs mit Blick auf unterschiedliche Gegenstände medien- und kulturwissenschaftlicher Forschung thematisiert und reflektiert werden.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Eröffnungsvortrag

Do, 11.12. 18.00 – 20.00 Uhr

Prof. Dr. Ute Holl, Universität Basel

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln.

Die Ringvorlesung ist zunächst auf eine Laufzeit von zwei Semestern angelegt und legt Wert darauf, an jeden Vortrag eine ausführliche Diskussion anzuschließen.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW


Personen

Prof. Dr. Ute Holl hat den Lehrstuhl für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Wahrnehmung an der Philosophisch- Historischen Fakultät der Universität Basel inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kino- und Wahrnehmungsgeschichte, Wissensgeschichte audiovisueller Medien, Mediengeschichte der Akustik und Elektroakustik, Kinosound und experimentelles sowie ethnographisches Kino. Jüngste Buchpublikation: Der Moses-Komplex. Politik der Töne, Politik der Bilder (Zürich: Diaphanes 2014).


WORKSHOP

Folklore of Industrial Man. Volkskunde und Medienwissenschaft

Fr, 12.12. 11.00 – 17.00 Uhr

Prof. Dr. Kerstin Stüssel / Hannes Mandel, Universität Bonn / Princeton University

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam



Der Workshop setzt sich mit der nicht ganz so modernen Vorgeschichte der modernen Medienwissenschaft im Zeichen von „Folklore“ und „Volkskunde“ auseinander. Der Gründungsvater der Medienwissenschaft, Marshall McLuhan, stellt sich mit seiner ersten medienwissenschaftlichen Monographie – der Studie The Mechanical Bride. Folklore of Industrial Man von 1951 – genau in diese Tradition. Es gibt zwei Impulsreferate, die zu einem intensiven Austausch über volkskundliche Wurzeln moderner Medienwissenschaft führen.

Koordination
Prof. Dr. Heiko Christians, Universität Potsdam


Personen

Prof. Dr. Kerstin Stüssel geht den „Magische[n] Praktiken und Medien des Weltverkehrs“ um 1900 als Paradigma der Medienwissenschaft nach. Sie hat an den Universitäten Dresden, Siegen und Köln gelehrt und ist seit 2010 Professorin für Neugermanistik an der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Literarische Anthropologie, Autobiographisches Schreiben, Autorschaft und Autobiographik, Gender Studies und Gegenwartsliteratur sowie Literatur und Medien. Sie hat sich 2002 mit der Studie In Vertretung. Literarische Mitschriften von Bürokratie zwischen früher Neuzeit und Gegenwart (Tübingen: Niemeyer 2004) habilitiert; zu ihren weiteren Publikationen zählt (mit Michael Neumann) Magie der Geschichten: Weltverkehr, Literatur und Anthropologie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Paderborn: Konstanz University Press 2011).


Hannes Mandel ist Doktorand am German Department der Princeton University und Absolvent des Studiengangs Europäische Medienwissenschaft an der FH und der Universität Potsdam. Im Rahmen des Workshops am ZeM stellt er sein Dissertationsprojekt „Media Folklore. Collective ‚Nostalgias‘ for the Formerly New” (Arbeitstitel) vor. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der Medien- und Literaturwissenschaft, der Medienkulturgeschichte und Medienphilologie. Gemeinsam mit Daniel Fehr (ebenfalls Princeton University) veröffentlichte er jüngst zum Thema einen Beitrag zum Mediengebrauch des „Likens” (in: Historisches Wörterbuch des Mediengebrauchs, hrsg. v. Matthias Bickenbach, Heiko Christians u. Nikolaus Wegmann, Weimar: Böhlau 2014).



GASTVORTRAG

Spacebooks. Geschichte und Funktionen des Buchs im Weltall

Mo, 15.12. 16.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Philipp Theisohn, Universität Zürich

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


„Spacebooks“ sind nicht einfach nur „Bücher über das All“. „Spacebooks“ sind Bücher, die sich selbst als Medien im Weltall verstehen. In Abgrenzung von ihren auf der Erde zurückgebliebenen Artgenossen besitzen sie eine ganz eigene Vorstellung, was den Entstehungsprozess und die Materialität von Literatur angeht. Sie inszenieren sich vor einem anderen Lesertypus – und sie weisen sich auch mitunter andere kommunikative Funktionen zu. Der ganz eigenen Entwicklungsgeschichte dieser Bücher, die von der frühneuzeitlichen Astronomie bis zur zeitgenössischen Science-Fiction reicht, gilt es auf den Grund zu gehen.

Koordination
Prof. Dr. Heiko Christians, Universität Potsdam


Personen

Prof. Dr. Philipp Theisohn hat seit 2013 eine SNF-Förderprofessor am Deutschen Seminar der Universität Zürich und ist Leiter des Forschungsprojekts (2013-2017) „Conditio extraterrestris. Das bewohnte Weltall als literarischer Imaginations- und Kommunikationsraum zwischen 1600 und 2000“. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Literatur der Schweiz, literarisches Eigentum und das Plagiat als literarhistorisches Phänomen, Science-Fiction und Futurologie, Realismus sowie Franz Kafka und Frühneuzeitliche Wissenspoetik. Zu seinen Publikationen zählen Plagiat. Eine unoriginelle Literaturgeschichte (Stuttgart: Alfred Kröner Verlag 2009) sowie Literarisches Eigentum. Zur Ethik geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter (Stuttgart: Alfred Kröner Verlag 2012).


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 18.12. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Interfaces

Do, 8.1. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
mail@zem-brandenburg.de


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
mail@zem-brandenburg.de


Das Kolloquium widmet sich einem zentralen Begriff der aktuellen medienwissenschaftlichen Diskussion. Im technischen Sinne bezeichnen „Interfaces“ zunächst soft- wie hardwarebasierte Schnittstellen u.a. zwischen Computern und NutzerInnen. Seine jüngste Konjunktur erlebt der Begriff als heuristisches Konzept und theoretische Metapher allerdings auf einem radikal erweiterten Bezugsfeld. Steven Johnson etwa zielt mit seiner Rede von einer „Interface Culture“ auf die Beschreibung allgemeiner Wechselwirkungen von Technik in Kultur, Lev Manovich versteht „media interfaces“ als eine Art kultureller Software, die durch Schnittstellen und Verbindungsprozesse das Interagieren von Menschen mit Medien, Apparaten und anderen Menschen vermitteln. „Interfaces“ dienen als Leitfäden medienarchäologischer Suchbewegungen, als ästhetische Chiffren oder als Indikatoren für grundlegende Prinzipien medialer Prozesse überhaupt. Entlang wichtiger Neuerscheinungen u.a. von Alexander Galloway (The Interface Effect, 2012), Seunghoon Jeong (Cinematic Interfaces, 2013) und Lori Emerson (Reading Writing Interfaces, 2014) sollen Erkenntnismehrwert und Verwendungsmöglichkeiten des Begriffs mit Blick auf unterschiedliche Gegenstände medien- und kulturwissenschaftlicher Forschung thematisiert und reflektiert werden.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Perspektivwechsel – Medien aus der Sicht ihrer Nutzer

Do, 8.1. 18.00 – 20.00 Uhr

Prof. Dr. Lothar Mikos, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4, 14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln.

Die Ringvorlesung ist zunächst auf eine Laufzeit von zwei Semestern angelegt und legt Wert darauf, an jeden Vortrag eine ausführliche Diskussion anzuschließen.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW


Personen

Prof. Dr. Lothar Mikos, Professor für Fernsehwissenschaft an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, ist geschäftsführender Direktor des Erich Pommer Instituts für Medienrecht, Medienwirtschaft und Medienforschung, Vorsitzender des Fachausschusses Medien beim Deutschen Kulturrat und Chair der Television Studies Section der European Communication Research and Education Association (ECREA). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Film- und Fernsehanalyse, globaler Medienmarkt, konvergente Medienentwicklungen, Produktion und Vertrieb von Fernsehserien und Publikumsforschung. Jüngste Buchpublikation (mit Lea Gamula): Nordic Noir. Skandinavische Fernsehserien und ihr internationaler Erfolg (Konstanz: UVK 2014).



KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 15.1. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Ordnung und Abweichung. Prolegomena zu einer Analytischen Medienwissenschaft

Do, 22.1. 18.00 – 20.00 Uhr

Prof. Dr. Christer Petersen, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4, 14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln.

Die Ringvorlesung ist zunächst auf eine Laufzeit von zwei Semestern angelegt und legt Wert darauf, an jeden Vortrag eine ausführliche Diskussion anzuschließen.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW


KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Interfaces

Do, 5.2. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
Wissenschaftsetage
Am Kanal 47, 14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
mail@zem-brandenburg.de


Das Kolloquium widmet sich einem zentralen Begriff der aktuellen medienwissenschaftlichen Diskussion. Im technischen Sinne bezeichnen „Interfaces“ zunächst soft- wie hardwarebasierte Schnittstellen u.a. zwischen Computern und NutzerInnen. Seine jüngste Konjunktur erlebt der Begriff als heuristisches Konzept und theoretische Metapher allerdings auf einem radikal erweiterten Bezugsfeld. Steven Johnson etwa zielt mit seiner Rede von einer „Interface Culture“ auf die Beschreibung allgemeiner Wechselwirkungen von Technik in Kultur, Lev Manovich versteht „media interfaces“ als eine Art kultureller Software, die durch Schnittstellen und Verbindungsprozesse das Interagieren von Menschen mit Medien, Apparaten und anderen Menschen vermitteln. „Interfaces“ dienen als Leitfäden medienarchäologischer Suchbewegungen, als ästhetische Chiffren oder als Indikatoren für grundlegende Prinzipien medialer Prozesse überhaupt. Entlang wichtiger Neuerscheinungen u.a. von Alexander Galloway (The Interface Effect, 2012), Seunghoon Jeong (Cinematic Interfaces, 2013) und Lori Emerson (Reading Writing Interfaces, 2014) sollen Erkenntnismehrwert und Verwendungsmöglichkeiten des Begriffs mit Blick auf unterschiedliche Gegenstände medien- und kulturwissenschaftlicher Forschung thematisiert und reflektiert werden.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Bedingungen. Zu Herausforderungen der Medienwissenschaft (und was operative Bilder damit zu tun haben)

Do, 5.2. 18.00 – 20.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4, 14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln.

Die Ringvorlesung ist zunächst auf eine Laufzeit von zwei Semestern angelegt und legt Wert darauf, an jeden Vortrag eine ausführliche Diskussion anzuschließen.

Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam, EMW


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 12.2. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


TAGUNG

Audiovisuelles Kulturerbe - Archivierung, Nutzung, Vemittlung

Do, 26.3. 13.00 – 21.30 Uhr

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften,
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Deutschland ist ein Land, das viel auf seine kulturelle Vielfalt und Tradition hält. Allerdings, so hat es den Anschein, beschränkt sich diese Wertschätzung vorrangig auf das Erbe einer traditionellen Hochkultur, die keineswegs selbstverständlich die audiovisuelle Überlieferung des 20. Jahrhunderts mit einschließt. Jedenfalls bietet der konkrete Umgang mit historischen Filmen und Fernsehsendungen hinreichend Potential zur Skandalisierung: Da dürfen Räume des Bundesarchiv-Filmarchivs wegen des fortgeschrittenen Zerfalls von Nitrofilmen nur noch mit Gasmaske betreten werden, die ARD überlegt, ob sie ihr zentrales Rundfunkarchiv nicht einsparen kann, Universitätsleitungen ordnen wegen fehlender Rechtssicherheit die Vernichtung ihrer Mediensammlungen an und die vollmundig versprochene Digitalisierungsoffensive wird zu einem kraft- und planlosen Scheingefecht. Angesichts der Tatsache, dass das Kulturerbe des 20. und 21. Jahrhunderts zu einem erheblichen Teil aus Bewegtbildern besteht, ist dies nicht länger hinnehmbar. Vor diesem Hintergrund möchte die geplante Tagung Öffentlichkeit und Politik für den problematischen Umgang mit dem audiovisuellen Erbe in Deutschland sensibilisieren und mit Experten aus verschiedenen Bereichen konstruktive Ansätze zur Verbesserung der Situation diskutieren.

PROGRAMM


#1 AUDIOVISUELLE MEDIEN & ERINNERUNGSKULTUR

  • 13:00 – 14:00 Uhr Keynote 1 Prof. Dr. Chris Wahl (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


  • 14:00 – 15:30 Uhr Panel 1
    Dr. Anna Bohn (Cinemathek der Amerika-Gedenkbibliothek, Berlin)
    Prof. Dr. Frank Bösch (Zentrum für zeithistorische Forschung / Universität Potsdam)
    Christine M. Merkel (Leiterin Fachbereich Kultur: Memory of the World, Deutsche UNESCO-Kommission, Berlin)
    Prof. Dr. Gerhard Paul (Europa-Universität Flensburg)
    Prof. Dr. Chris Wahl (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)
    Moderation: Prof. Dr. Michael Wedel (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)


  • 15:30 – 16:00 Pause


#2 AUDIOVISUELLE ARCHIVE & DIGITALISIERUNG

  • 16:00 – 17:30 Panel 2
    Burkhard Blienert (MDB, filmpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Berlin)
    Dominik Graf (Filmemacher, München)
    Martin Koerber (Leiter Filmarchiv, Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin)
    Dr. Leif Kramp (Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung, Universität Bremen)
    Dr. h.c. Ralf Schenk (Vorstand DEFA-Stiftung, Berlin)
    Moderation: Prof. Dr. Ursula von Keitz (Direktorin Filmmuseum Potsdam/Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)


  • 17:30 – 18:45 Empfang (Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1a, 14467 Potsdam)


  • 19:00 – 20:30 Filmvorführung The Halfmoon Files (2007, Philip Scheffner)


  • 20:30 – 21:30 Filmgespräch mit Philip Scheffner und Dr. Simon Rothöhler (Freie Universität Berlin / Cargo)



Konzept und Organisation
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Dr. Christoph Classen, Zentrum für zeithistorische Forschung, Potsdam


Flyer zum downloaden: Flyer_AV_Kulturerbe.pdf


TAGUNG

Audiovisuelles Kulturerbe - Archivierung, Nutzung, Vemittlung

Fr, 27.3. 10.15 – 16.15 Uhr

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften,
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Deutschland ist ein Land, das viel auf seine kulturelle Vielfalt und Tradition hält. Allerdings, so hat es den Anschein, beschränkt sich diese Wertschätzung vorrangig auf das Erbe einer traditionellen Hochkultur, die keineswegs selbstverständlich die audiovisuelle Überlieferung des 20. Jahrhunderts mit einschließt. Jedenfalls bietet der konkrete Umgang mit historischen Filmen und Fernsehsendungen hinreichend Potential zur Skandalisierung: Da dürfen Räume des Bundesarchiv-Filmarchivs wegen des fortgeschrittenen Zerfalls von Nitrofilmen nur noch mit Gasmaske betreten werden, die ARD überlegt, ob sie ihr zentrales Rundfunkarchiv nicht einsparen kann, Universitätsleitungen ordnen wegen fehlender Rechtssicherheit die Vernichtung ihrer Mediensammlungen an und die vollmundig versprochene Digitalisierungsoffensive wird zu einem kraft- und planlosen Scheingefecht. Angesichts der Tatsache, dass das Kulturerbe des 20. und 21. Jahrhunderts zu einem erheblichen Teil aus Bewegtbildern besteht, ist dies nicht länger hinnehmbar. Vor diesem Hintergrund möchte die geplante Tagung Öffentlichkeit und Politik für den problematischen Umgang mit dem audiovisuellen Erbe in Deutschland sensibilisieren und mit Experten aus verschiedenen Bereichen konstruktive Ansätze zur Verbesserung der Situation diskutieren.

PROGRAMM


#3 RECHTE & NUTZUNG

  • 10:15 – 11:15 Uhr Keynote 2 Dr. Till Kreutzer (iRights.law /iRights.info, Berlin)


  • 11:15 – 12:45 Uhr Panel 3
    Prof. Dr. Michael Crone (Mediencampus Hochschule Darmstadt)
    Thomas Frickel (AG DOK, Frankfurt am Main)
    Dr. Till Kreutzer (iRights.law /iRights.info, Berlin)
    Ernst Szebedits (Vorstand Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
    Joachim von Vietinghoff (Filmproduzent, Geschäftsführer von alleskino.de, Potsdam)
    Prof. Dr. Chris Wahl (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)
    Moderation: Dr. Christoph Classen (Zentrum für zeithistorische Forschung, Potsdam)


  • 12:45 – 14:15 Pause


#4 BILDUNG & VERMITTLUNG

  • 14:15 – 15:45 Panel 4
    Alejandro Bachmann (Filmvermittler, Filmmuseum Wien)
    Sarah Duve (Geschäftsführerin Vision Kino, Berlin)
    Thorsten Schilling (Leiter Fachbereich Multimedia, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn)
    Stefanie Schlüter (Filmvermittlerin, Berlin)
    Beate Völcker (Landesinstitut für Schule- und Medien Berlin-Brandenburg)
    Moderation: Dr. Bettina Henzler (Universität Bremen)


  • 15:45 – 16:15 Schlussworte



Konzept und Organisation
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Dr. Christoph Classen, Zentrum für zeithistorische Forschung, Potsdam


Flyer zum downloaden: Flyer_AV_Kulturerbe.pdf